Im
Sommer 2010 war ich für 8 Tage in Spanien um Verwandte
zu besuchen und erhoffte mir
bei der Gelegenheit ein paar schöne Bilder von Reptilien mit nach
Hause zu bringen.
Ich wohnte für die 8 Tage in Torrevieja im Südosten von
Spanien, nähe Alicante. Torrevieja ist bekannt durch die zwei großen
Salzseen – die die ganze Welt beliefern. Die Lagunen von Torrevieja
und La Mata bilden zusammen einen circa 2.100 Hektar großen
Naturpark, der hauptsächlich der Salzgewinnung und als
Vogelschutzgebiet dient. Dort fressen die Pelikane die dort lebenden
kleinen Krebse und bekommen dadurch ihre starke lila Färbung.
Außerhalb der Stadt sieht
man weit und breit nur Steppe und Orangen-Plantagen.
Bevor ich nach Spanien flog hatte ich mir schon ein paar
Stellen auf der Landkarte rausgesucht die ich mir näher ansehen
wollte. Das Klima war aber die ersten Tage nicht so vorteilhaft für
mich, da es im Schatten locker über 30 Grad hatte. Somit habe ich am
ersten Tag nicht viel gesehen außer eine Tarantel (lycosa
tarenetula)
die sich unter einem Brett versteckt hatte.

lycosa tarenetula
Am
zweiten Tag meiner Exkursion hatte es morgens etwas geregnet und es
war dadurch etwas kühler - wodurch ich dann die Hoffnung hatte -
endlich etwas zu finden. Ich fuhr zu einem Gebiet das noch sehr
viele grüne Büsche hatte, dies ist im Sommer sehr selten, da meist
alles von der Sonne verbrannt und trocken ist.

Ich pirschte mich langsam durch die Büsche bis ich an eine Stelle
kam mit Felsen. Egal wo man hinsah lagen lauter kleine Echsen herum,
die sich in der Morgensonne aufwärmten. Das war perfekt! Nun konnte
ich in Ruhe einige Bilder der Echsen machen.
Die Spanische Mauereidechse (Podacris
hispanicus sensu stricto),
lebt im Südosten Spaniens und Grenzt an das Gebiet
von Podacris liolepis und Podacris hispanicus Galera type an.


Auf dem Heimweg begegnete mir noch ein Sandläufer der ganz schnell
das Weite suchte
und eine Radnetztspinne die ihr Netz zwischen zwei Bäumen gesponnen hatte.
Die Spinne war sehr groß und hatte gerade eine Zikade als Beute
gefangen.


An
meinem vorletzten Tag in Spanien (Torrevieja) habe ich mir noch mal
die Zeit genommen nach der Perleidechse zu suchen, da ich wusste,
dass es dort welche geben sollte. Also ging ich schon morgens um 8
Uhr los um mein Glück zu versuchen. Ich ging diesmal an eine Stelle
an dem es massig wilde Hasen gab, die dort die halbe Landschaft
umgebuddelt haben. Überall
wo man hinsah gab es Hasenbauten... Leider nutzten auch die Anwohner
dieses Gebiet als Müllhalde um Waschmaschinen, Sofas, Müllsäcke,
Schränke – einfach alles zu entsorgen.
Immer wieder hörte ich es in den Palmenzweigen, die aus dem Boden
ragten, rascheln.
Ich verharrte dort eine Weile, leider hat sich aber nichts mehr
getan. Nach langem Suchen ohne Erfolg ging ich zu Brettern, die dort
lagen, und fing an sie umzudrehen. Plötzlich schießt eine
Perleidechse hervor und rannte davon, so
dass ich sehr erstaunt war
wie schnell die sein können. Nach wenigen Metern stellte sich die
Echse und ich schoss diese tollen Bilder der Perleidechse (Timon
lepidus Nevadensis).
Die Perleidechse (Timon lepidus nevadensis) ist eine Unterart der
Perleidechse ( Timon Lepidus).
Sie ist eher bräunlich bis grau gefärbt und hat weniger Blauanteil
an den Flanken.
Sie lebt im Südosten Spaniens: Alicante, Murcia, Granada



Mit diesen schönen Bildern beendete ich meinen Urlaub und bin doch
sehr froh endlich die Perleidechse fotografiert zu haben.
Ich zeige hier nur ein paar Bilder, da es sonst den Rahmen dieser HP
sprengen würde ;-)
Wer Fragen hat zu diesen Bildern oder was wissen will von der Stadt
und dem Gebiet,
dann bitte einfach Fragen und eine E-Mail schreiben!